Law, Society and Politics in Comparative Perspective

(1.7)

Dozent/inProf. Helen Hartnell
SpracheEnglisch
Leistungspunkte4 ECTS-Credits
Maximale Teilnehmerzahl18

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Zielgruppe

Dieses Seminar wurde für alle Studierenden geschaffen, die sich für Sozialwissenschaften – insbesondere Geschichte, Soziologie oder politische Wissenschaften – sowie für Rechtswissenschaften interessieren. Das Seminar ist auf Bachelor-Studierende ausgerichtet, jedoch nicht ausschließlich für diese bestimmt. Typischerweise nehmen sowohl Erstsemester als auch Studierende aus höheren Semestern teil. Diese Diversität bietet den Teilnehmenden einzigartige Möglichkeiten voneinander zu lernen.

Kursinhalt

Das Seminar befasst sich mit theoretischen und historischen Perspektiven an den Schnittpunkten von Recht, Gesellschaft und Politik und soll zur Diskussion von aktuellen Themen zwischen Studierenden verschiedener kultureller Hintergründe und Studiengänge anregen. Zu Beginn erfolgt eine Einführung in die vergleichenden Rechtswissenschaften und Rechtskulturen. Danach sollen Rolle und Funktion des Rechts in Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus und des Kommunismus untersucht werden. Dabei betrachten wir die Herausforderungen, denen revolutionäre und post-totalitäre Gesellschaften gegenüberstehen. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns mit der Notwendigkeit der sogenannten „Transitional Justice“ sowie der Beziehung von Recht, dem Markt und wirtschaftlicher Entwicklung. Im Anschluss beschäftigen wir uns mit klassischen Schriften bekannter Sozialtheoretiker (Durkheim und Marx) und ihrer Bedeutung hinsichtlich aktueller Debatten über Moral, (Un-)Gehorsam und Konflikte. Schließlich beschäftigen wir uns mit den angemessenen Grenzen der Ausübung von Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit.

Insgesamt möchte das Seminar Studierenden die Fähigkeit vermitteln, theoretische und historische Kenntnisse in Debatten über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen einzubringen. Beispiele dafür sind Multikulturalität, (illegale) Downloads, Streaming und Filesharing, Hausbesetzungen und die ökonomische Entwicklung. Neben materiellem Fachwissen in verschiedenen sozialwissenschaftlichen und politisch-juristischen Bereichen schulen die Studierenden durch aktive Beteiligung an den Diskussionen ihre kommunikativen und interkulturellen Fähigkeiten.

Voraussetzungen

Es sind keine Vorkenntnisse in Jura oder Sozialwissenschaften erforderlich. Die einzige Voraussetzung ist intellektuelle Aufgeschlossenheit.

Seminaranforderungen

Von den Studierenden wird erwartet, in allen Seminarstunden anwesend zu sein, die Lektüre für jede Stunde vorzubereiten sowie am Unterrichtsgespräch und den Exkursionen aktiv teilzunehmen. Insbesondere wird jeder Studierende (mindestens) ein schriftliches Protokoll erstellen, in dem die zugehörige Lektüre analysiert wird, im Seminar eine kurze Präsentation zu einer auf die Kursinhalte bezogenen Frage durchführen und an der schriftlichen Abschlussprüfung teilnehmen.

Bewertung

Die Bewertung dieses Seminars basiert auf:

  • Unterrichtsbeteiligung  25%
  • mindestens einem schriftlichen Protokoll  25%
  • einer Präsentation (10 Minuten)  25%
  • sowie einer schriftlichen Abschlussprüfung  25%

Literaturliste

Ein Reader mit der Lektüre für diesen Kurs wird bei der Einführungsveranstaltung bereitgestellt. Auf der Lernplattform Blackboard findet sich zusätzliche optionale Literatur, die unter anderem zur Vorbereitung der Präsentationen genutzt werden kann.