1.07 Law, Society and Politics in Comparative Perspective

Dozentin: Prof. Helen Hartnell
Kurssprache:
Englisch
Art des Kurses:
Fachkurs
Kontaktstunden: 48 (6 pro Tag)
Kurstage
: siehe Kursplan
ECTS-Credits
: 4
Kursgebühren:
1.100 €
  • Syllabus (Druckversion in PDF mit Kursplan)

Kursinhalt

Das Seminar befasst sich mit theoretischen und historischen Perspektiven an den Schnittpunkten von Recht, Gesellschaft und Politik und soll zur Diskussion von aktuellen Themen zwischen Studierenden verschiedener kultureller Hintergründe und Studiengänge anregen. Zu Beginn erfolgt eine Einführung in die vergleichenden Rechtswissenschaften und Rechtskulturen. Im Anschluss beschäftigen wir uns mit klassischen Schriften bekannter Sozialtheoretiker (Durkheim, Weber und Marx) und ihrer Bedeutung hinsichtlich aktueller Debatten über Moral, (Un-)Gehorsam, Konflikte und Eigentum. Danach sollen Rolle und Funktion des Rechts in Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus und des Kommunismus untersucht werden. Schließlich befassen wir uns mit den Schwierigkeiten, die sich für post-totalitäre und post-autoritäre Gesellschaften aus den Altlasten der vorherigen Systeme ergeben im Hinblick auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft. Dazu gehören die Notwendigkeit der sogenannten „Transitional Justice“, das Verhältnis von Recht und Markt sowie die Herausforderungen der Meinungs- und der Versammlungsfreiheit.

Insgesamt möchte das Seminar Studierenden die Fähigkeit vermitteln, theoretische und historische Kenntnisse in Debatten über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen einzubringen. Beispiele dafür sind Multikulturalität, (illegale) Downloads, Streaming und Filesharing, Hausbesetzungen und die ökonomische Entwicklung. Neben substanziellem Fachwissen in verschiedenen sozialwissenschaftlichen und politisch-juristischen Bereichen schulen die Studierenden ihre kommunikativen und interkulturellen Fähigkeiten durch aktive Beteiligung an den Diskussionen.

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an Studierende, die sich für Sozialwissenschaften – insbesondere Geschichte, Soziologie oder Politikwissenschaft – oder Rechtswissenschaft interessieren. Das Seminar ist auf Bachelor-Studierende zugeschnitten, jedoch auch offen für andere Studierende. Typischerweise nehmen sowohl Erstsemester als auch Studierende aus höheren Semestern teil. Diese Diversität bietet den Teilnehmenden einzigartige Möglichkeiten voneinander zu lernen.

Voraussetzungen

Es sind keine Vorkenntnisse in Jura oder Sozialwissenschaften erforderlich. Die einzige Voraussetzung ist intellektuelle Aufgeschlossenheit.

Seminaranforderungen

Von den Studierenden wird erwartet, in allen Sitzungen anwesend zu sein, die Lektüre für jede Stunde vorzubereiten sowie am Unterrichtsgespräch und an den Exkursionen aktiv teilzunehmen. Außerdem werden alle Studierenden schriftliche Protokolle anfertigen (5 – 7 Seiten, doppelter Zeilenabstand), in denen die zugehörige Lektüre analysiert wird. Am Ende des Kurses findet eine schriftliche Abschlussprüfung statt.

Bewertung

  • Anwesenheit und aktive Mitarbeit: 40%
  • Schriftliche(s) Protokoll(e): 25%
  • Abschlussprüfung: 35%

Literatur

Ein Reader mit der Lektüre für den Kurs wird bei der Einführungsveranstaltung bereitgestellt.