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FUBiS Term II: Deutsche Exilliteratur
(Kurs # 2.10)
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Typ: |
B-Track |
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Dozent(en): |
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Sprache: |
Deutsch |
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Veranstaltungsumfang: |
72 (6 Kontaktstunden pro Tag) |
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Bonuspunkte: |
6 Credit Points |
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Anzahl Plätze: |
18 |
Unterlagen
Inhalt
Das Seminar beschäftigt sich mit der Literatur der deutschsprachigen Autoren, die infolge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 Deutschland verlassen mussten – darunter so prominente Namen wie Heinrich und Thomas Mann, Bertolt Brecht, Alfred Döblin und Lion Feuchtwanger. Das Exil war für sie eine Krisenerfahrung und zugleich ein produktiver Impuls: In dieser Zeit entstanden zentrale Werke der deutschen Literatur. Der Zusammenhang von Krise und literarischer Produktion wird im Seminar anhand der Lektüre ausgewählter Essays, Gedichte, Dramen und Erzähltexte untersucht.
Nachdem die besonderen Produktions- und Lebensbedingungen im Exil betrachtet wurden, werden wir uns vor allem mit dem Wandel des auktorialen Selbstverständnisses befassen. Wie definiert ein Schriftsteller seine Rolle als Autor, wenn ihm der Kontakt zu den Lesern in seiner Heimat abgeschnitten ist? Und wie verändert sich sein Schreiben dadurch? Diese Fragen werden unter drei Aspekten untersucht: in Hinblick auf die Reflexion der deutschen Kulturtradition, in Hinblick auf die
Politisierung der Literatur im Exil und in Hinblick auf die Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Tradition. Abschließend wird der Umgang mit dem Exil in Deutschland nach 1945 in den Blick genommen. Endete das Exil 1945? Und wie kann man Exil überhaupt definieren?
Die Studierenden erweitern im Seminar ihr fachliches Wissen von der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und erwerben die analytische Kompetenz, literarische Texte in ihrem historisch-politischen Kontext zu verorten. Durch Referate, Thesenpapiere, Hausarbeiten und Diskussionen verbessern sie zudem ihre Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Präsentation und die kommunikative Kompetenz. Der Vertiefung der geschichtlichen Kenntnisse dienen Exkursionen zu historischen Gedenkstätten, wie dem Konzentrationslager Sachsenhausen/Oranienburg, und Bildungseinrichtungen wie dem Jüdischen Museum Berlin.
Zielgruppe
Außer der unten genannten Sprachkompetenz müssen die Teilnehmer keine besonderen Kenntnisse der deutschen Literatur und Geschichte mitbringen. Das Seminar richtet sich an Studierende verschiedener Fachrichtungen, die sich für die Geschichte, Literatur und Politik der Zwischenkriegszeit interessieren. Das Seminar ist hauptsächlich für Studierende im Grund- und Hauptstudium gedacht.
Voraussetzungen
Sprachanforderung: Mittelstufenniveau II und besser
Bewertung
- regelmäßige und aktive Teilnahme (entschuldigte Abwesenheiten belegen): 25%
- zwei ein- bis zweiseitige Thesenpapiere: 20%
- ein etwa fünfzehnminütiges Referat, das in die Diskussion eines Seminartextes einführen soll (eine Liste möglicher Referatthemen wird zu Seminarbeginn verteilt): 25%
- Hausarbeit im Umfang von 8-10 Seiten: 30%
Literatur
Ein Reader wird zu Beginn des Programms zur Verfügung gestellt.
Empfohlene Kurskombination




