Navigation/Menü: Links auf weitere Seiten dieser Website sowie Banner
FUBiS Term II: Borders & Crossings: German Literature and Culture from Romanticism to the Present
(Kurs # 2.14)
|
Typ: |
B-Track |
|
Dozent(en): |
|
|
Sprache: |
Englisch |
|
Veranstaltungsumfang: |
72 (6 Kontaktstunden pro Tag) |
|
Bonuspunkte: |
6 Credit Points |
|
Anzahl Plätze: |
18 |
Unterlagen
Inhalt
Dieser Kurs beleuchtet die wichtigsten ästhetischen und intellektuellen Errungenschaften der ereignisreichsten Epochen in der deutschen Kulturgeschichte vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Wir werden uns auf alle Arten von Grenzen – sowohl physischer, ideologischer, intellektueller, politischer, metaphorischer, textueller, generations- oder geschlechtsbedingter sowie multikultureller Art – als Übergang zu kreativeren oder freieren Daseinsformen oder als Akte der Grenzüberschreitung konzentrieren. Wir werden uns beispielsweise fragen, wie sich die Romantiker die Grenzen zwischen Realität und Fantasie vorstellten, wie die Künstler der Moderne auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen diese Grenzen reflektierten und zurückwiesen und welche politischen und kulturellen Grenzen es im heutigen Deutschland gibt.
Auf Exkursionen in acht Berliner Stadtbezirke werden wir untersuchen, wie das kulturelle Umfeld in Berlin Grenzen und Schranken darstellt und überwindet. Wir werden das Kleist-Denkmal, die Alte Nationalgalerie, das Jüdische Museum, das Brücke-Museum, den Bayerischen Platz, das Brecht-Weigel-Museum, das Mauermuseum, das DDR-Museum, die East Side Gallery, das Stasimuseum und einen türkischen Markt besuchen.
Das Seminar wird Einblicke in die gegenseitigen Verknüpfungen künstlerischer und gesellschaftlicher Änderungen von der Romantik bis die Gegenwart bieten. Diese Einblicke erfolgen aus der Perspektive von Grenzlinien, Randbereichen und den Herausforderungen, welche sich aus der Bewegung innerhalb dieser Bereiche ergeben. Die Studierenden werden die Strategien der Schriftsteller und Theoretiker erkennen und analysieren, mit denen die Schranken imaginärer und realer Grenzen überwunden wurden. Lektüren und Diskussionen werden auf Englisch erfolgen.
Zielgruppe
Dieses Seminar richtet sich an intellektuell neugierige, engagierte Studierende, die an Kenntnissen der kulturellen und literarischen Geschichte Deutschlands in englischer Übersetzung interessiert sind. Die Studierenden sollten bereit sein, interdisziplinäre Verbindungen von Literatur, Kunst und Musik, gesellschaftlichen Bewegungen und Politik zu untersuchen. Es sind keine Fachkenntnisse erforderlich. Die Studierenden sollten gewillt sein, aktiv an Diskussionen und Exkursionen teilzunehmen, die in Berlin zu für den Seminarinhalt relevanten Orten und Museen führen. Es besteht Anwesenheitspflicht.
Voraussetzungen
Englische Sprachkenntnisse mindestens auf der Stufe B2.
Anforderungen des Seminars
Studierende müssen an den Seminarstunden teilnehmen, sich aktiv an den Seminardiskussionen beteiligen und regelmäßig Ideen in das Seminar einbringen, um diesen Kurs erfolgreich zu bestehen. Drei maschinengeschriebene Thesenpapiere (1-2 Seiten) mit doppeltem Zeilenabstand zu bestimmten Aspekten eines Textes sind am im Seminarplan festgelegten Tag der Lektüre abzugeben. Die Zwischen- und Abschlussprüfung besteht aus je einer Hausarbeit (3-5 Seiten), die sich jeweils auf verschiedene Texte unterschiedlicher Epochen bezieht.
Bewertung
- Beteiligung (Anwesenheit, Vorbereitung, Diskussion): 20 %
- Drei Thesenpapiere: 15 %
- Mündliche Präsentationen der Thesenpapiere: 15 %
- Zwischenprüfung (Take Home Exam): 25 %
- Abschlussprüfung (Take Home Exam): 25 %
Literatur
Ein Reader wird zu Beginn des Seminars bereitgestellt.
Der Kurs behandelt die folgenden Primärtexte und Filme:
- Ludwig Tieck: „Der blonde Eckbert“ (1797)
- Heinrich von Kleist: „Die Marquise von O...“ (1808)
- Georg Büchner: „Woyzeck“ (1836 begonnen, 1879 veröffentlicht)
- Film: Werner Herzog: „Woyzeck“ (1979)
- Hugo von Hofmannsthal: „Brief des Lord Chandos an Francis Bacon“ (1902)
- Rainer Maria Rilke: „Neue Gedichte“ (1907) (Auswahl)
- Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913)
- Georg Kaiser: „Gas II“ (1920)
- Hermann Hesse: „Demian“ (1919)
- Nietzsche: „Also sprach Zarathustra“ (Vorwort) (1883)
- Bertolt Brecht: „Das moderne Theater ist das epische Theater“ (1930)
- Film: G. W. Pabst: „Die Dreigroschenoper“ (1930)
- Wolfgang Borchert: „Draußen vor der Tür“ (1947)
- Günter Grass: „Katz und Maus“ (1961) (Kapitel 1-5)
- Friedrich Dürrenmatt: „Die Physiker“ (1962)
- Peter Schneider: „Der Mauerspringer“ (1982)
- Thomas Brussig: „Helden wie wir“ (1995) (Kapitel 1-3)
- Christa Wolf: „Was bleibt“ (veröffentlicht 1990)
- Jana Hensel: „Zonenkinder“ (2002) Kapitel 1-2)
- Film: Fatih Akin: „Gegen die Wand“ (2004)
Empfohlene Kurskombination




